greenwhite.
dumm

Ich bin mir schon gar nicht mehr richtig sicher, wie sich Nähe anfühlt.
Warum ist S. noch da & K. nicht? Warum kann es nicht anders herum sein?
K. fehlt mir so. Das Gefühl, dass mich jemand wirklich kennt, sieht, versteht.
Ich weiß schon gar nicht mehr, wie man das herstellt, Nähe.
L. fühlt sich gerade auch ziemlich weit weg an.
Ich weiß gerade gar nicht, wie ich gut für mich sorgen kann, um das zu bekommen, was ich an Zuwendung brauche.
Ich mache so fucking dicht wie früher.
Ich kotze.
27.10.19 15:50


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Deja-Vue

Das erste Mal wieder in S. gewesen zu sein mach dem Umzug war echt komisch.
Vor allem viele Erinnerungen an M. haben mich gequält.
Es gibt einiges, was ich ihm gerne noch sagen würde und was nie ausgesprochen wurde.
Die Erinnerungen sind wirklich ganz schön schmerzhaft.
Es lief so scheiße zwischen uns ab, vor allem am Ende.
& ich muss einfach akzeptieren, dass er mit dieser Uschi weiter macht,
obwohl er noch an mich dachte und das alles.
Manchmal ist es wirklich schwer zu akzeptieren, dass man (fast) keinn Einfluss auf den anderen nehmen kann.
Genauso schwer ist es für mich, mich dadurch nicht bestimmen zu lassen.
Ich merke so oft, dass ich mich klein mache gegenüber anderen und ihnen hinterher laufe und mich von ihrer Meinung und Wertschätzung abhängig mache, weil ich mich nicht selber unabhängig definieren kann.
Nunja.
27.10.19 12:17


Arbeit 1.120

Gefühlt gibt es bei mir gerade fast kein anderes Thema als die Arbeit.
Stundenlang liege ich manchmal abends wach und grübele darüber.
Wie unzufrieden ich bin, aber auch, was ich alles machen oder ändern wöllte.
Der Witz ist, dass ich eigentlich echt verschiedene Ideen hätte, wie man unseren Treff reißen könnte und ihm eine Struktur, einen Aufbau geben könnte.
Z.B. mal brainstormen, was die verschiedenen Eckpunkte, die in der Konzeption hin geschleudert sind, in der Umsetzung in der Praxis bedeuten.
Eins meiner wesentlichen Probleme auf Arbeit ist, dass ich kein Gefühl für den Treff habe.
Er steht für nichts.
Ich kann nicht sagen: das sind unsere Ziele und so setzen wir sie um.
Ersteres vielleicht schon wie Nachteile ausgleichen, aber wie wir das dann umsetzen.. puh, kP.
So unterschwellig hier und da tun wir das, aber es ist nicht klar,
weil sich, glaube ich, noch nie jemand bewusst damit in der Form beschäftigt und gesagt hat: Das ist uns wichtig, dass wir sowas über uns aussagen können.
Klarheit.
Das ist, was ich mir wünsche.
Klar, dass es vielleicht keine 100% Anleitung gibt, aber vielleicht doch einen roten Faden.
Das brauche ich in der Arbeit und ganz ehrlich, wer braucht das denn nicht?
Was für mich wirklich noch ein großes Problem ist, dass es keine richtige Übersicht der Aufgaben gibt.
Es gibt zwar so Übersichten, aber eigentlich ist es immer so, dass man ein was macht, sich darüber freut, dass man mal was geschafft hat,
Und dann wird einem plötzlich was vor die Füße geknallt, was auch noch erledigt werden muss.
Ich fühle mich wie eine dumme Maschine, die einfach nur funktioniert und auf Abruf blind Dinge erledigt.
Ich habe kein bisschen das Gefühl, dass ich irgendetwas auf Arbeit steuern oder beeinflussen kann.
Das gibt mir so ein schlechtes Gefühl in meiner Selbstkontrolle.
Ich fühle mich einfach nur von außen gesteuert.
& wenn ich mal etwas einforderte an Zeit und Nachfragen, erhalte ich das Gefühl, und da bin ich mir ziemlich sicher, dass das nicht übertrieben ist,
Dass ich den ganzen Prozess, das Arbeiten, nur ausbremse.
Individuelle Bedarfe, uh Vorsicht..
Was echt wahnwitzig ist, weil ich halt einfach nur gut arbeiten will..
Was es da für Verbesserungen geben soll, weiß ich auch noch nicht.
24.10.19 09:08


~

Ich merke, wie bei mir immer mehr Verbitterung mitschwingt.
Ich kann das gerne so auf Arbeit mit durchziehen, wie es wohl angedacht ist.
Produktiv sein, sich abschotten, einfach nur arbeiten, arbeiten, arbeiten.
Scheiß auf Arbeitsklima und Kollegialität.
Ne, vermutlich kann ichs nicht so durchziehen, weil ich nicht so ein Unmensch bin und meine Kolleginnen, ausgeschlossen eine, mag.
Wenn sie Hilfe brauchen, helf ich.
Nur doof, dass dann meine Arbeit liegen bleibt.
Tja, was soll ich tun.
Vielleicht müssen wir da einfach gemeinsam einen Weg finden, dass wir uns da gut abgrenzen können.
B. ist das zwischenmenschliche glaube ne so wichtig, mir halt schon.
Sie arbeitet halt für die Arbeit, ich eher für die Menschen & mein Wohlbefinden.
Ob das der richtige Ansatz ist, wer weiß.
17.10.19 09:37


wichtige Erkenntnis

für die Arbeit:
Jeder ist sich selbst der Nächste.
Es ist in dem Punkt sehr ähnlich, wie bei meiner vorletzten Arbeitsstellle.
Wenn man sich selbst nicht für sich einsetzt, tut's keiner.
Gute Kollegialität, zumindest bei der direkten Kollegin, fehl am Platz.
17.10.19 09:24


Der Fisch stinkt vom Kopf

Vergangene Woche war ich zu einem Fachtag.
Bei diesem ist obiger Satz gefallen im Zusammenhang mit der Qualität einer pädagogischen Einrichtung.
Seitdem beschäftigt mich die Frage immer intensiver: was ist eine gute Pädagogin? Bin ich eine?
Letzteres muss ich ganz klar mit nein beantworten.
Ich habe zwar das Herz am richtigen Fleck, aber ich kann den Kindern, die derzeit zu mir kommen, keine auf sie bezogene Unterstützung anbieten,
Weil wir bei uns auf Arbeit nicht auf die Kinder gucken.
Mir fehlt auf Arbeit, dass wir unseren Blick liebevoll auf unsere BesucherInnen richten.
Wir wollen ihnen eine Möglichkeit der Freizeitbeschäftigung anbieten, aber wollen doch auch Ansprechpartner bei Problemen etc sein.
Gerade bei Kindern, wie bei uns, die aus sozial schwächeren Familien kommen, ist da doch ein Bedarf da.
Das tun wir nicht.
Bislang habe ich nur eine grobe Idee davon, wie für mich eine gute Pädagogin aussieht.
Ich glaube, ich muss das für mich mal konkretisieren. Dann kann ichs hinter fragen.
Vielleicht sind ja meine Ansprüche auch zu hoch.
Aber dann kann ich wenigstens dran feilen & arbeiten.
Von meiner Einrichtung wird da ja nix kommen :'D
12.10.19 16:41


-

Ich kann nicht mehr so weiter machen.
Ich bin schon wieder dermaßen ausgelaugt.
Am Montag besuche ich eine Shg. Das ist ein Anfang.
Die Ironie ist, dass ich mein Problem kenne, aber nicht aus der Spiralle raus komme.
Es ist immer das gleiche auf Arbeit.
Auf mich kommen Anforderungen zu. Ich habe nicht den Raum (Zeit, Wissen) sie zu lösen. Ich bin überfordert.
Mittlerweile habe ich schon vor jeder Aufgabe Angst, weil ich Angst habe, dass ich am Ende wieder vor diesem Dilemma stehe.
Unabhängig davon, ob ich in Einzelfällen sogar mal Hilfe bekomme, um eine Aufgabe gut zu machen.
Das Kernproblem ist nicht, dass die Anforderungen generell zu hoch sind (wobei ich das was den Umgang mit den Kindern betrifft noch nicht einschätzen kann - hier ist es vll eher meine fehlende Abgrenzungsfähigkeit),
sondern ich kann mir nicht Die Zeit nehmen, die ich für etwas brauche, Dinge, werden mir nicht gut genug erklärt, wie ich es brauche.
Es ist alles einfach nicht mein Tempo und so bleibe ich auf der Strecke, kann Dinge nicht gut verstehen und ganzheitlich verarbeiten und es tritt kein Lerneffekt ein.
Die Frage ist, wie ich jetzt weiter vorgehe.
Habe ich überhaupt das Recht darauf, diese Form der Unterstützung von meinem Arbeitgeber zu erhalten.
Ist an der Verarbeitungsweise meines Gehirns irgendwas falsch?
Ich kann Dinge überhaupt nicht gut oberflächlich verarbeiten.
Ich kann sie zwar oberflächlich verarbeiten, aber merken tu ich mir dann nix.
Zumindest wenn die Grundlagen fehlen und in meinem jetzigen Arbeitsfeld fehlen die Grundlagen.
Ich soll immer irgendwas machen, von dem ich keinen Plan habe und das versucht mein Kopf, auf irgendwas zurück zu greifen, was nicht da ist
und dann kommt der Stress.
In dem Moment, an dem Punkt muss ich glaube ansetzen und eigentlich meinen Weg suchen bzw. finden, den ich brauche, um eine Aufgabe gut zu lösen.
Das hab ich noch nie wirklich so gemacht. Ich hab mich immer an den Vorgaben anderer orientiert.
Und wenn ich mich selbst als Maßstab nehme, ohje, dann besteht ja auch die Gefahr des Scheiterns etc.
Ist die Frage, wen das interessiert,
Meine Leitung schon mal nicht. Ist die Frage, ob das wichtig ist.
Wenn ich so arbeite, wie ich es brauche, schaffe ich vieles nicht.
Ist die Frage, ob ich das aushalten kann.
Dieses Gefühl vernichtet mich immer ganz schön.
Mal gucken, ob ich das schaffe.
Und die hohe Kunst wird auch noch sein, mir nicht ständig rein reden zu lassen, weil immer wer kommt mit neuen Aufgaben.
Und dann bei mir bleiben & nicht einfach bedienen... kann ich das?
Krasse Herausforderung.
Was macht das auch mit mir, wen ich den anderen und seine Anliegen so offensichtlich zurück weise und vor allem nicht die Erwartungen erfülle.
Weiß gar nicht, ob Erwartungen das richtige Wort ist.
Meine Leitung will ja einfach nur, dass es läuft.
Diese Erwartung ist also nicht an mich gebunden, sondern würde jeden treffen, der meine Stelle hat.
Also kein an mich als Subjekt gerichtete Erwartung. Sie verlangt das einfach von allen, ohne Individualitäten überhaupt mal ernst zu nehmen oder damit zu arbeiten.
11.10.19 09:57


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