greenwhite.
M. & T.

Heute war ich bei M. & T.
Bei ihnen ist es eigentlich immer sehr schön,
Aber ich muss auch aufpassen, dass ich in keine selbst abwertende Meinung wieder rein rutsche.
Durch ihr Baby haben M. & T. Auch einfach ganz andere Themen als ich.
Das ist manchmal schwierig.
Es ist nicht so, dass ich gar nichts von mir erzähle.
Ich bringe mich schon ein.
Die Nachfrager-Typen sind sie eh nicht so.
Aber die wirklich wichtigen Themen klappen selten.
Ich habe vorhin z.B. Versucht, mit M., als wir nur noch alleine waren, über meine Arbeitssachen/-probleme zu sprechen.
Das ging gar nicht.
Sie war zwar auch nebenher mit was am Aufbauen beschäftigt, was gar nicht schlimm war oder ich gar nicht schlimm fand.
Aber über die Arbeit zu reden hat gar nicht geklappt.
Von ihr kam kaum was & dann kam ich unter Druck, weil ich nicht einfach so auf Nachfragen erzählen konnte, sondern halt irgendwie alleine einen Monolog über das Thema basteln musste.
Das war blöd.
& in solchen Situationen passiert es mir halt ganz schnell, dass ich mich selbst & mein Anliegen aufgebe.
Ich habe es so bisschen versucht einzubringen, aber irgendwann waren wir wieder bei Baby-Themen.
Mich frustriert das, aber ich will es nicht als was ganz Schlimmes abtun & mich vor allem nicht selbst dadurch abwerten, mit Ansichten wie:
"Du bist eh jedem scheiß egal. Keiner interessiert sich für dich."
Wahrscheinlich war es halt einfach nicht M.'s Thema, oder sie konnte nichts dazu sagen, oder ihr fiel nichts ein, oder sie konnte es nicht nachvollziehen, oder sie war halt einfach gestresst & müde oder sie hatte halt einfach keinen Bock auf das Thema oder sie hatte halt einfach keine Lust nachzufragen.
Aber bei mir kommt direkt an: "Du bist mir egal & mir ist egal, was mit dir ist."
Das ist schrecklich & ein grausames Gefühl.
Es ärgert mich aber halt auch, dass ich mit ihr oder beiden nicht auch bestimmte Themen besprechen kann, die mir wichtig sind.
Eigentlich ist das scheiße.
Mit Freunden sollte man ja (alles/einiges) besprechen können.
Ich hör ihr oder ihnen ja auch zu.
Das macht mich wütend.
Ich weiß damit dann aber auch nicht umzugehen.
Aber am schlimmsten ist dann das Du-bist-egal-Gefühl.
Das schlägt äußerst massiv ein.
Ich glaube aber, das es gar nicht so unbedingt so ist.
Schwierig.
Wie könnte ich das nur besser lösen?
Andere Menschen können vielleicht einfach konsequent weiter reden, weil sie nicht merken oder ihnen egal ist, wenn vom anderen nichts oder wenig kommt.
Ich kann das halt nicht oder nur schlecht.
Ich kann schlecht egozentrisch sein.
Ich will den anderen ja auch nicht belasten.
& ich habe auch Angst, dass die Beziehung zerbricht, wenn ich mich so egozentrisch für mich einsetze.
Aber das ist eigentlich Quatsch.
Wahrscheinlich würde das nicht passieren & wahrscheinlich würden sie mich dadurch auch noch besser kennenlernen.
Aber ich bestehe ja aus reiner Rücksicht, will keine Anstrengung & zusätzliche Probleme & Belastung machen.
Immer schon unterordnen & anpassen & den Erwartungen entsprechen. Nichts einfordern.
Das tut mir selber nicht gut & macht auch die Beziehung echt problematisch.
Wie könnte ich nur lernen, weiterzugehen, auch wen ich merke, dass es vielleicht dem Anderen nicht 100%ig sein Thema ist?
Ich meine, ich höre ja auch zu bei Sachen, die jemand anderen beschäftigen & bei denen ich vll nicht 100%ig mitreden kann oder die mich selber auch total beschäftigen.
Ich glaube, der Knoten im Kopf ist, dass das unerwünscht ist, dass man die Zuneigung & Aufmerksamkeit des Anderen dann verliert.
Früher ging es ja immer nur um Aufmerksamkeit & Aufmerksamkeit behalten.
& die habe ich von meinen Eltern nur oft erfahren, wenn ich bei ihren Themen geblieben bin & von meinen Anliegen abgewichen bin.
Ich habe nie wirklich erfahren, dass es erlaubt ist, sich selber auch mal einzubringen.
& dass der andere auch mal zuhört, nachfragt, versteht.
Das ist nicht nett. Das ist nervig.
& die Zuwendung geht flöten.
Mein Gott, wie selektiv das ist.
Sowas will ich in Freundschaften eigentlich gar nicht.
Ist M. So eine Freundin?
Ich weiß nicht. Ich dachte, hoffe eigentlich nicht.
Aber warum hört sie mir dann nicht zu & fragt nach
Das deprimiert mich so

Im solchen Momenten vermisse ich S. Dann auch immer wieder richtig...
Der meinem Kopf immer zugehört hat, der mir zumind. Das Gefühl gegeben hat, dass ich mit allem kommen kann (auch wenn daraus oft Katastrophen entstanden sind).
Dann sehne ich mich nach ihm & so eine kindliche Haltung in mir wird sichtbar.
Ich will in seine Arme. Ich will, dass alles gut wird/ist.
Ich will mich unentwegt & rundum geliebt fühlen & ihn jede Sek an meiner Seite haben, damit das Gefühl nicht verschwindet.
& ich will die Verantwortung abgeben & will, dass jemand dafür sorgt & mich schützt, dass ich mich immer sicher & wertvoll fühle.
Das Gefühl fehlt mir echt von früher.
& wenn das Bedürfnis dann auftaucht, will ich, dass jemand für mich einspringt & mir sicherstellt, was mir in dem Moment selber nicht gelingt.
(So entstehen im übrigen Abhängigkeiten, düdüm).
Aber genau so ist es vom Gefühl.
21.10.17 23:47
 
Letzte Einträge: Si., Si., -, Drama, Drama, Drama, -, Wut


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen
Gratis bloggen bei
myblog.de